Historie
Generationen von Schülern durchliefen dieses Haus.
Fischmarkt 6 im Jahr 2010
Fischmarkt 6
- 1220 Wahrscheinlicher Verlauf der 1. Stadtbefestigung an der Rückfront des Hauses
1600
1759
- 1767 erstmals Name Fischmarkt
- 1817 Brand am Fischmarkt 13-15 und Fischmarktgasse 5
1830
- 1836-1838 Bau der Mädchenbürgerschule für „Töchter der gebildeten Bürger-Familien“
- 1836 128 Schüler in der Mädchenschule
- 1844 Wassertröge von der Webergasse und Fischmarkt vereint und unter gewölbten Überbau an die Nordseite der Schule verlegt
um 1845
- 1851 Gersdorffsche Privatschule mit eingegliedert
- 1853 300 Schüler
- 1860 Lehrerrinnenseminar( 3-jähriger Kurs)
- 1875 Neunstufiger Lehrgang, Anpassung an höhere Schulen für Knaben
- 1882 Umzug der Mädchenschulen in das neue Gebäude am Wilhelmsplatz 5(dort bis 1950)
- 1891-1906 Gemeindeschule VII für Mädchen, ab 1904 haben auch Knaben der VI Gemeindeschule hier Unterricht (Adressbuch)
- 1909 Treppenanbau am Fischmarkt 6
- 1913 Entwässerungsanlage gebaut
- 1929-1939 Gemeindeschule V (Adressbuch)
- 1939 Gemeindeschule V im Fischmarkt geschlossen
Städtische Musikschule Görlitz
- 1940 Gründung der Städtischen Musikschule (Vermutung anhand der Berichte aus dem Ratsarchiv)
- 1. Direktor Helmut Klix
- Berichte über eine „junge Schöpfung“ Städtische Musikschule (Verwaltungsbericht 1941-1942 II D./St. 1-2 im Ratsarchiv)
- 1941Städtische Musikschule Görlitz, Musik für Jugend und Volk, Konservatorium und Musikseminar (Adressbuch)
- ausführliche Monatsberichte im Verwaltungs-Bericht 1941-1942 II D.St.1-2, Ratsarchiv Görlitz
Lausitzer Konservatorium
- 1944Lausitzer Konservatorium, Direktor Eberhard Wenzel, Musikseminar und Jugendmusikabteilung
- 1945 Schule geschlossen
Lausitzer Konservatorium
- 1946 Musikschule wieder eröffnet (Februar 1946), Name: „Lausitzer Konservatorium und Musikseminar und Jugendmusikschule“
- 1947-1948 Evangelische Kirchenmusikschule von E. Wenzel gegründet, Unterricht auch im Fischmarkt 6
- 1950 Musikschule aufgelöst
Fachgrundschule für Musik
- 1950 Neugründung einer: „Fachgrundschule für Musik“. Vorbereitende Einrichtung für Hochschule in Dresden(14-18-jährige) Musikschule Torgau dazu. Die Lehrer E. Wenzel und Frau Frenzel-Weinert entlassen, Direktor Steinhard aus Torgau danach Pfaender.
Volksmusikschule
- 1951 soll Jugendmusikschule wieder eingerichtet werden, der Versuch scheiterte aus Platzgründen, sie wird vom Fischmarkt an die 10. OS verlegt. Direktor dort: Baldowski - nach den Ferien keine Schüler mehr.
- Im Oktober wird Frau Frenzel-Weinert gebeten, die neue Musikschule in der 10. OS einzurichten. Die Schule befand sich dort bis 1958.
- 1951 Neuwerbung von Schülern. Am 20.11.1951 wurde die Schule wieder eröffnet. 2 Lehrkräfte, 100 Kinder, große Gruppen(Marianne Pfeiffer und Frau Frenzel-Weinert), es gingen schon mehrere namhafte Musiker hervor, wie Ulf Dennert. Unterrichtsfächer sind: Klavier, Violine, Blockflöte, Musiklehre, Chor
- 1952 weitere 50 Schüler werden aufgenommen. Die Instrumentalfächer Cello, Gitarre, Mandoline und Akkordeon werden gebildet. Lehrer: Runge(Gitarre und Mandoline), jedes Jahr neue Instrumentengruppen
- 1954 die Volksmusikschule Görlitz ist Hauptstelle, in Zittau wird eine Außenstelle gebildet, Stützpunkte in Reichenbach und Niesky kommen hinzu
- 1955 3.2.1955 „Verordnung über die Volksmusikschulen“ - außer Kindern werden jetzt auch Jugendliche und Erwachsene unterrichtet
- 1956 400 Schüler / 13 hauptamtliche Lehrkräfte, MTS Rothenburg kommt hinzu
- 1957Streichorchester als bestes Streichorchester in Leipzig ausgezeichnet „Eine Delegierung nach Moskau ist wegen der Größe des Klangkörpers nicht möglich.“
- 1958 Auflösung der Fachgrundschule am Fischmarkt 6
Volksmusikschule am Fischmarkt 6
- 1958 Musikschule unter Leitung von Frau Frenzel–Weinert, wieder am Fischmarkt 6 (von 1951-1958 in 10. OS.) Erweiterung durch Tanz, Schauspiel, Sprecher, Aufbau Jugendblasorchester wird begonnen
- 1959 600 Schüler / 16 hauptamtliche und 18 nebenamtliche Lehrkräfte
- 1960 Umstrukturierung in eine Musikschule, ohne die Stützpunkte Reichenbach und Rothenburg. Aufnahme von Blasunterricht, Blasorchester, wesentliche Erweiterung um 400 Schüler. Orientierungsfahrt nach Polen(Krakau), Arbeit mit Vorschulkindern. Görlitz erste Musikschule die mit Vorschulkindern arbeitet, Minister für Kultur hier, darauf Musikschultagung: Demonstration der Arbeit mit Vorschulkindern
- 1964 Aufnahme von ersten Kontakten zu den Musikschulen Katovice und Zgorzelec
- 1969 erstmals Staatstitel „Kollektiv der sozialistischen Arbeit“
- 1973 Gründung eines deutsch-polnischen Freundschaftsorchesters
- 1977 Bildung der Abteilung Tanzmusik, Erweiterung der Angebote durch den Beginn der Vorschulerziehung. Vorbereitungslehrgänge für den Dresdner Kreuzchor
- 1979 Dachtraufe erneuert
- 1981 Erdgeschoss zum Fischmarkt zu verputzt und gestrichen
- 1985 Verabschiedung der Direktorin Frau Studienrätin Frenzel-Weinert in den Ruhestand
- 1985 Nachfolgerin wird Heidemarie Stübner
1985
aus einem Fragebogen für Musikschulen:
Schülerkapazität: 480 Schüler
Keine Fachgebiete außer Musik
Kollegen mit wissenschaftlicher Qualifizierung, Diplom-Pädagogen:
Sonnhild Clajus (Gitarre)
Christian Hanslik (Klavier)
Ilse Hüllweck (Akkordeon)
Eveline Grundke (Klarinette)
Heidrun Schentke (Violine)
Christian Voigt (Klarinette)
Kirsten Zenner (Kontrabaß)
Namhafte Interpreten, die ihre Ausbildung in der Musikschule Görlitz vor dem Hochschulstudium erhielten:
Peter Mirring – Konzertmeister Staatskapelle Dresden (1956-58)
Ekkart Haupt – Soloflötist Staatskapelle Dresden (1954-62)
Ulf Däunert – Vorspieler 1. Viol. Kom. Oper Berlin (1951-60)
Eberhard Freiberger – Solobratschist Gewandhausorch. (1955-62)
Michael Frenzel – 2. Konzertmeister Staatskapelle Dresden (1956-67)
Heinz-Dieter Richter – Vorspieler Staatskapelle Dresden (1958-67)
Musikschule "Johann Adam Hiller" Görlitz
- 1986 Verleihung des Namen “Johann Adam Hiller“, anlässlich des 35-jährigen Bestehens der Schule
Johann Adam Hiller
Er begann seine musikalische Laufbahn am Gymnasium in Görlitz
- Hofmeister beim jungen Grafen Brühl in Dresden
- Ersten Gewandhaus- Kapellmeister in Leipzig
- Kantor der Thomasschule zum Musikdirektor der Thomaskirche Leipzig
- 1989 Anschluss des Musikunterrichtskabinettes an die Musikschule
- 1990 Gründung: „Freundeskreis der Musikschule e. G.“
- 1991 Außenstelle Zittau profiliert sich zu einer selbstständigen Musikschule
- 1992 Matthias Kertsch wird Direktor der Musikschule. Gründung des Europera- Orchesters
- 1993 Gründung der Tower Big Band- Leitung Fritz Golm
- 1996 Holger Gruhne wird Direktor der Musikschule
- Musikschule als kommunale Einrichtung geschlossen
Musikschule - ein e.V.
- 1997 der Musikschulverein übernimmt die Trägerschaft, die Musikschule – ein e.V.
- 2000 erstes Podium der Jazz Rock Pop Abteilung
- 2000 Holger Gruhne bei Bus-Unglück ums Leben gekommen
- 2000 Kati Kasper wird neue Musikschuldirektorin. Das Jugendblasorchester geht in die Trägerschaft des Musikschulvereins über
- 2001 Renovation des gesamten Schulgebäudes, Entstehung eines neuen Kammermusiksaals. Festwoche zum „50“-jährigen Bestehen
- 2002 Erster internationaler Klavierwettbewerb Görlitz / Zgorzelec
- 2006 Erstes Görlitzer Blasmusikfest mit internationaler Beteiligung
- 2008 40 Jahre Jugendblasorchester Görlitz und zweites Görlitzer Blasmusikfest mit internationaler Beteiligung
- 2008 Robert Koegler wird neuer Musikschuldirektor
- 2009 Brandschutzmaßnahmen im Gebäude Fischmarkt 6. Das hintere Treppenhaus wird komplett abgetragen und wieder neu aufgebaut, die Schule bekommt viele Glastüren und eine BMZ mit Aufschaltung zur Feuerwehr
- 2010 die Musikschule hat 1000 Schüler
- 2011 Musikschule bekommt Ehrentitel der Europastadt für die aus Noten und Tönen gabaute Brücke über die Neiße





