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Kooperation

Kooperationspartner sind gerade in der Musikschularbeit unverzichtbar. Projekte wie JeKI und Ganztagsangebote können nur gemeinsam erfolgreich sein. Wir sind Partner vieler Schulen und Kindergärten. Musikalische Bildung und Praxis sind nicht nur Teil europäischer Kulturtradition. Es ist wissenschaftlich belegt und allgemein anerkannt, dass die theoretische und praktische Auseinandersetzung mit ihr den ganzen Menschen in seiner Persönlichkeitsentwicklung positiv prägt. Musikalische Bildung ist besonders wirkungsvoll, wenn sie im Kindes- und Jugendalter stattfindet. Auch internationale Kooperation pflegt die Musikschule. So ist z.B. die Musikschule Zgorzelec fester Partner im deutsch-polnischen Jugendsinfonieorchester und beim internationalen Klavierwettbewerb.

Referenzen
In diesen Einrichtungen ist (Stand 2010) die Musikschule Görlitz vertreten

Musikschule Zgorzelec
Die Anfänge der Kooperation liegen bereits im Jahr 1973. Damals gründeten die Musikschulen das Deutsch-polnische Freundschaftsorchester, aus dem das Jugendsinfonieorchester erwuchs.

Bläserklasse
G8, die Rhythmisierung des Schulbetriebs, Ganztagesschule oder Ganztagesangebote an den verschied...

JEKI
Bereits seit 2005 ist die Musikschule Görlitz mit JEKI in Görlitz vertreten. Seit 2009 auch mit d...

GTA
Leistungsorientierung und Chancengerechtigkeit stehen im Mittelpunkt des Ausbaus von Ganztagsange...

Musik und Musikalische Bildung sind ein menschliches Grundbedürfnis und Grundrecht.

Kooperationsangebote der Musikschule Görlitz

GTA - Ganztagsangebote

Das Staatsministerium für Unterricht und Kultus fördert Angebote der Ganztagsbetreuung für Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 10. Aufgrund der Veränderungen in Gesellschaft und Arbeitswelt, die zu einem tiefgreifenden Wandel der Familienstrukturen geführt haben, und angesichts wachsender Anforderungen an Bildung und Erziehung kommt dem Ausbau der außerunterrichtlichen Betreuungs- und Förderangebote für Schüler eine zunehmende Bedeutung zu.

Musikschule und allgemein bildende Schulen ergänzen einander in ihren Tätigkeitsbereichen. Sie sind keine Konkurrenten, sondern sie haben eine gemeinsame Verantwortung für die musikalische Förderung von Kindern und Jugendlichen. Öffentliche Musikschulen mit ihrem verbindlichen Strukturplan, ihrer durch Rahmenlehrpläne und Fachlehrkräfte garantierten Unterrichtsqualität und ihrer breitgefächerten Angebotspalette an musikalischen Unterrichtsfächern sind kompetente, zuverlässige und gut organisierte Kooperationspartner für die allgemein bildende Schule.

Ganztagsangebote der allgemein bildenden Schule gewähren die Chance, für den Kernbereich des Unterrichts wie vor allem auch im AG- oder Wahlbereich sowie in den Betreuungszeiten von der Kooperation mit der Musikschule zu profitieren.

Musikschule im Kindergarten

Die ersten sechs Lebensjahre sind für die Entwicklung eines Kindes von entscheidender Bedeutung. Zahlreiche Studien auf dem Sektor der Hirn- und Lernforschung belegen die Relevanz der frühen Lebensphase für die individuellen Möglichkeiten im späteren Leben.
Von zentraler Bedeutung für die Entwicklung ist die Empfindungs- und Ausdrucksfähigkeit, die durch vielfältige musikalische Anregungen beim gemeinsamen Musikhören, Singen, Tanzen und Musizieren gefördert wird. Sinnliche Wahrnehmung und psychische Widerstandskraft erhalten hier ihr Fundament. Beim Umgang mit Musik entstehen unmittelbar Lernanlässe auf den Gebieten der Motorik, des Spracherwerbs und des Sozialverhaltens.

Mit altersgerechten und entwicklungspsychologisch fundierten Unterrichtsangeboten begleiten Musikschulen Kinder in diesem wichtigen Lebensabschnitt und unterstützen so das aktive Singen und Musizieren in Familie, Kindergarten, Vorschule und Grundschule. Im Mittelpunkt steht dabei, Freude am gemeinschaftlichen Musikerleben und Musizieren in der Gruppe zu vermitteln und damit die Grundlage für eine lebenslange Beschäftigung mit Musik zu legen.Gerade Musizieren als Gemeinschaftserlebnis unterstützt die Entwicklung sozialer Kompetenz und entfaltet integrative Wirkung.

Sächsische Zeitung

Premiere zum Nachahmen
Von Susan Ehrlich

Musik. Ein Instrument zu spielen, ist ein Gewinn. Das können Görlitzer Grundschüler bestätigen.

Auch die kleinen Musiker der Nikolaischule begeisterten die Besucher des Abschlusskonzertes im Wichernhaus.
Sie waren die Ersten in Sachsen und die Zweiten in ganz Deutschland überhaupt. Und deshalb gab es am Sonnabendvormittag eine Premiere. „Jedem Kind ein Instrument“ machte es möglich, dass im nun zu Ende gehenden Schuljahr fast 100 Jungen und Mädchen der Görlitzer Grundschulen ein Instrument erlernen konnten. Nicht perfekt zwar, aber gut genug, um beim Konzert am Sonnabend im gut gefüllten Saal des Wichernhauses kein bisschen „alt“ auszusehen.

Aufgegriffen hatte das Projekt die Görlitzer Musikschule „Johann Adam Hiller“ e. V., nachdem die Idee in Bochum bereits für Furore gesorgt hatte. Ziel ist es, Kindern das Instrumentenspiel im Klassenverband zu ermöglichen – „zu günstigsten Konditionen“, wie Musikschulleiterin Kati Kasper erklärt.

Die Erst- und Zweitklässler der Nikolaischule und der Freien Evangelischen Grundschule hatten sichtlich Spaß, ihren Eltern vorzustellen, was sie gelernt hatten. Das diesjährige Schuljahresabschlusskonzert der Musikschule gestalteten die am Projekt beteiligten Mädchen und Jungen begeistert mit. An Orffschen Instrumenten, Flöten und Streichinstrumenten zeigten sie ihr Können.

15 000 Euro für Instrumente

Unterstützt wurden sie von den Arbeitsgemeinschaften der Fischmarkt-Grundschule und des Joliot-Curie-Gymnasiums und natürlich von Ensembles der Musikschule. Kinderlieder, Volksweisen und sogar Brahms’ „Ungarischer Tanz, Nr. 5“ gaben die Schüler zum Besten. Das Nachwuchsblasorchester, Solistinnen der Musikschule Zgorzelec und das deutsch-polnische Jugendsinfonieorchester rundeten eine gute Stunde Musik ab.

Zu Gast war auch Marion Körner von der Zukunftsstiftung Bildung in der GLS Treuhand e. V. Bochum. 15 000 Euro stellte die Stiftung zum Kauf neuer Instrumente eigens für „Jedem Kind ein Instrument“ in Görlitz zur Verfügung. Für den Einsatz der Görlitzer dankte Marion Körner und sagte: „Wenn man ein Instrument spielt, dann ist das ein Spiel, dass man nur gewinnen kann.“ Spitzenleute könne man nur hervorbringen, wenn Kultur früh schon in der Breite gepflegt wird.

Und das passiert in Görlitz auch weiterhin. Ab September werden weitere Schulen ins Projekt aufgenommen. Neben einigen Görlitzern sind das auch alle drei Grundschulen im benachbarten Zgorzelec.

Montag, 17. Juli 2006
(Sächsische Zeitung) 

Für Kindergartenkinder und Grundschulkinder haben sich die Musikalische Früherziehung bzw. die Musikalische Grundausbildung bewährt. Ausdrucksvolles Singen und Sprechen, erstes Instrumentalspiel, Rhythmik, Bewegung und Tanz,Improvisieren, Hören, Nachdenken und Sprechen über Musik stehen im Mittelpunkt dieser Unterrichtsangebote.